Selbstgebackenes Toastbrot mit Buttermilch

Selbstgebackenes ist für viele der Inbegriff eines guten Frühstücks. Doch neben Brötchen, Croissants & Co. vergessen viele, dass auch Toastbrot ein echter Leckerbissen ist. Meine Version besticht dank der Buttermilch sowie ein wenig Geduld vor allem durch eine knusprige Kruste und eine super softe Krume. So ist mein selbstgebackenes Toastbrot nicht nur am Frühstückstisch heißbegehrt, sondern erfreut auch zum Abendbrot so manchen Freund einer bodenständigen Stulle.

 

Selbstgebackenes Toastbrot mit Buttermilch

 

Brot ist ein Stück deutsche Kultur – würdet Ihr das so unterschreiben? Für mich gehöhrt Brot zum täglichen Leben einfach dazu und ich möchte es nicht missen. Allein der Geruch von frisch gebackenem Brot lässt mein Herz höher schlagen. Übertroffen wird dieses Glücksgefühl nur noch durch die Befriedigung die Zutaten selbst verrührt, den Teig mit den eigenen Händen geknetet und das Brot schlussendlich selbst gebacken zu haben.

Doch auch der Blick in eine traditionelle Bäckerei macht mir Freude. Zu sehen wie alte Handwerkskunst mit neuen Ideen verschmilzt, ist immer wieder spannend. Doch es gibt auch Brote, die werden (leider) ganz selbstvertändlich im Supermarkt in der Abteilung für abgepacktes Brot gekauft. Dazu zählt vor allem Toastbrot – ein Brot, das in vielen Haushalten ein stätiger Begleiter ist. Ich selbst habe als Schulkind fast täglich zum Frühstück eine Scheibe Toast auf dem Teller gehabt. Zu meiner Schande bin ich erst jetzt auf die Idee gekommen diesen Allrounder selbst zu backen – doch besser spät, als nie!

 

Selbstgebackenes Toastbrot mit Buttermilch

 

– Frühstück, Schule oder Abendbrot: Eine Scheibe Toastbrot geht immer –

 

Apropos Allrounder: Toastbrot ist ein wirklich vielseitig einsetzbares Brot. Gern mache ich daraus ein gegrilltes Käsetoast oder ich schneide es in Würfel, röste es in der Pfanne und gebe es dann als Croutons über Salate und in Suppen. Der Grund für diese Vielseitigkeit liegt wahscheinlich in der Wahl der Mehlsorte. Für mein selbstgebackenes Toastbrot habe ich ein wenig mit verschiedenen Mehltypen experimentiert, aber letztendlich bei dem Standard der deutschen Küche »Weizenmehl Typ 405« gelandet. Es lässt sich leicht verarbeiten, braucht keine besondere Zuwendung und ist darüber hinaus mild im Geschmack. Doch was bedeutet der Zahlenzusatz »405« eigentlich? Wenn Euch die Antwort auf diese Frage schon immer brennend interessiert hat, solltet Ihr jetzt unbedingt weiterlesen.

 

Teig für Selbstgebackenes Toastbrot mit Buttermilch

 

– Typ 405, 550 oder 1050? Die Wahl des richtigen Weizenmehls für mein Toastbrot –

 

Ich persönlich schreibe immer nur »Mehl« auf meinen Einkaufszettel – ohne Zahl oder Getreideart. Auch wenn ich mit Familie, Freunden & Bekannten über Rezepte spreche, gebrauche ich lediglich das recht unspezifische Wort »Mehl«. Jedem ist klar, dass ich das, des Typs 405 meine. Warum es diese Nummer trägt, habe ich mich erst gefragt als ich begann mein eigenes Brot zu backen. Schnell habe ich herausgefunden, dass Mehl nicht gleich Mehl ist – vor allem beim Weizenmehl. Für ein Sauerteigbrot zum Beispiel verwende ich anderes Weizenmehl, als für das selbstgebackene Toastbrot. Denn sowohl der Geschmack als auch der Nährstoffgehalt und die Verarbeitung unterscheiden sich enorm.

Grundlegend kann man sagen: Je höher die Zahl, desto höher der sogenannte Ausmahlungsgrad und je mehr Teile des ganzen Korns werden verarbeitet. Während beim hellen Weizenmehl Typ 405 nur der Mehlkern gemahlen wird, werden bei den höheren Nummern auch Teile der Schale verarbeitet. Sie geben dem Weizenmehl einen kräftigeren Geschmack und enthalten nebenbei mehr Mineralstoffe, wie Kalium und Magnesium. Dessen Anteile geben dem Weizenmehl und auch anderen Mehlsorten seine entsprechende Zahl. Weizenmehl Typ 405 enthält dementsprechend pro 100 Gramm ca. 405 Milligramm der zuvor genannten Mineralstoffe. Am wertvollsten und ganz ohne Nummerierung ist übrigens Vollkornmehl, da für dieses der Mehlkörper, die Schale und der Keimling verarbeitet werden.

 

Selbstgebackenes Toastbrot mit Buttermilch Zubereitung Teigruhe

 

– Weizenmehl Typ 405: Milder Geschmack und ideal für mein Toastbrot –

 

Logischerweise enthalten Mehlsorten mit einem höheren Ausmahlungsgrad sowie Vollkornmehl mehr Mineralien und sind daher gesünder. Doch jede Medallie hat zwei Seiten. Der Nachteil an den Typen 812 und höher ist, dass sie grobkörniger sind und Flüssigkeit langsamer aufnehmen. Dadurch sind sie in der Handhabung etwas anspruchsvoller, als der Klassiker Weizenmehl Typ 405. Aus diesem Grund ist es nicht nur für mein selbstgebackenes Toastbrot mit Buttermilch perfekt geeignet, sondern auch für viele andere alltägliche, außergewöhnliche, große und kleine Backvorhaben.

 

Viel Spaß und carry on cooking!

 

P.S.: Mit meinem Rezept für dieses selbstgebackene Toastbrot nehme ich mal wieder an der Blogger-Aktion »Lecker für jeden Tag« teil. Eine Aktion mit der ich und weitere großartige Blogger Euch jeden Monat tolle Rezepte präsentieren. Diesen Monat lautet das Thema »Brot und Brötchen«.
Ihr wollt noch mehr Rezepte? Dann schaut auf diesen tollen Blogs vorbei oder folgt uns auf Facebook und Instagram.

 

Einfaches Kartoffelbrot von Izabella »Haus und Beet«
Milwaukee-Brot von Tina »Küchenmomente«
Selbst gebackenes Brot auf Pizzastein von Ronald »Fränkische Tapas«
Schnelles Wolkenbrot von Elsa »Einfach Elsa«
Selbstgemachtes Knäckebrot von Stephie »kohlenpottgourmet«
Kürbisbrötchen von Silke »Blackforestkitchen«
Kartoffel-Buttermilch Brötchen nach Elsässer Art von Volker »Volkermampft«
Frühstückskipferl von Christina »The Apricot Lady«

 

 

Lecker für jeden Tag - Blogevent

 

 

Rezept drucken
Selbstgebackenes Toastbrot mit Buttermilch
Selbstgebackenes Toastbrot mit Buttermilch
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 35 Minuten
Wartezeit 120 Minuten
Portionen
Kastenform
Zutaten
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 35 Minuten
Wartezeit 120 Minuten
Portionen
Kastenform
Zutaten
Selbstgebackenes Toastbrot mit Buttermilch
Anleitungen
  1. Das Wasser mit der Buttermilch vermengen, den Zucker hinzugeben und verrühren. Die Hefe hineinbröckeln und gut verrühren, sodass sich alles verbindet.
  2. Das Mehl mit dem Salz in einer großen Schüssel vermengen und anschließend die Hefemischung hinzugeben. Alles mit den Händen oder dem Handrührgerät (Knethaken) zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig in der Schüssel mit einem Küchentuch bedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde ruhen lassen. Danach sollte er sein Volumen verdoppelt haben.
  3. In der Zwischenzeit eine Kastenform (ca. 12 x 25 cm) fetten.
  4. Den Teig aus der Schüssel nehmen, auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz kneten, zu einer länglichen Rolle formen und in der Kastenform platzieren. Die Oberfläche des Teiges sollte möglichst glatt sein. Den Teig wieder mit einem Küchentuch bedecken und nochmals für 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.
  5. Kurz vor Ende der Ruhezeit den Backofen auf 190 Grad (Umluft) vorheizen.
  6. Der Teig sollte wieder schön aufgegangen sein und kann nun für 35 Minuten gebacken werden. Das Toastbrot anschließend aus der Form stürzen und vor dem Verzehr vollständig abkühlen lassen. Fertig!
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14 thoughts on “Selbstgebackenes Toastbrot mit Buttermilch”

  • Ich liebe Toastbrot und deines sieht besonders gut aus *.*
    Beim Mehl habe ich schon festgestellt, dass es einen Unterschied macht, welche Marke man kauft… Sehr seltsam, aber hat man mal das richtige Mehl, wird das Brot so richtig toll *.*
    lG
    Christina

    • Merci liebe Christina 🙂 Da hast du vollkommen recht! Das habe ich auch schon bemerkt, aber so ist es doch mit allem 😉 Liebe Grüße, Frances

    • Danke für die lieben Worte, Silke 🙂 Für mich ist Toastbrot eine super ALternative und selbstgebacken definitiv mal was anderes 😉 Liebe Grüße, Frances

  • Ich glaube, nach Deinem Rezept würde es mir endlich auch mal gelingen, ein leckeres Toastbrot zu backen. Mein letzter Versuch war Katastrophe: das Ding (man kann es echt nicht als Brot bezeichnen) war steinhart ! Als Waffe bestimmt unschlagbar 😉
    Danke für Dein Rezept und es sieht köstlich aus, was da aus Deinem Ofen gekommen ist !!
    Ganz lieben Gruß
    Stephie

    • Oh ha Stephie! Das klingt ja nicht so erfolgreich 🙁 Vielleicht versuchst du es ja nochmal – es lohnt sich bestimmt 😉 Vielen Dank und leibe Grüße, Frances

  • Ich backe ja auch oft und gerne Brot, aber ein Toastbrot habe ich bisher überhaupt noch nicht auf dem Plan gehabt. Keine Ahnung warum…Dabei sieht dein Toastbrot so unfassbar gut aus! Deshalb wandet das jetzt auch direkt auf meine to-bake-list.
    Liebe Grüße
    Tina

    • Toastbrot selber backen, daran habe ich noch nie gedacht. Danke für den Tipp und den tollen Beitrag.
      Ich werde das sicher einmal ausprobieren.
      Viele Grüße und noch einen schönen Sonntag

    • Ohhh, Danke Tina 🙂 Das freut mich sehr! So wie dir ging es mir auch. Ich esse zwar recht häufig Toast, aber das aus dem Supermarkt landete bisher immer ganz selbstverständlich im Einkaufswagen. Selbstgebacken schmeckt es aber um Längen besser und ich weiß ganz genau was drin steckt 😉 Liebe Grüße, Frances

  • Oh wow, das sieht super genial aus, ich mag Toast auch total gerne und deins macht definitiv Lust aufs selber backen 🙂
    Vielen Dank für das Rezept 😉
    Liebe Grüße
    Elsa ♥

    • Tausend Dank für deinen lieben Kommentar, Elsa 🙂 Es freut mich, dass Dir mein Toast gefällt und hoffe du probierst es bald mal aus 😉 Liebe Grüße, Frances

  • Lecker sieht dein Toastbrot aus! Ich muss sagen, dass ich überhaupt nicht gerne mit Weizenmehl backe. Ich hatte damit wirkliche Magenprobleme 🙁 Deshalb stehen bei mir immer 2x 25 kg Säcke Dinkel- und Roggenmehl 🙂 Natürlich wird es mit der Zeit weniger 😉
    Viele Grüße, Izabella

    • Danke liebe Izabella 😉 Oh, das tut mir leid für dich, aber da bist du ja leider nicht allein mit 🙁 Schön, dass du eine passende Alternative für dich gefunden hast. Liebe Grüße, Frances 🙂

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