Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme

Gemüse in süßem Gebäck ist wahrlich nichts Neues mehr. Muss es auch gar nicht, denn Karotten im Kuchen brauchen keinen Trend, um gebacken zu werden. Diese Kombination ist zeitlos und ein echter Klassiker – nicht nur zu Ostern. Meine Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme sind dank der typischen Zutaten, wie Karotten und Zimt lecker wie eh und je. Besondere Würze und eine natürliche Süße verleihen ihnen allerdings Zutaten, die auf den ersten Bissen nicht ersichtlich sind.

 

Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme

 

Liebe Schweizer, ich möchte Euch wirklich nicht zu nahe treten, aber wer hätte gedacht, dass Ihr den Rüblikuchen erfunden habt? Trotz des Namens wäre ich da wohl nicht drauf gekommen. Spaß beiseite! Vielen Dank für diese köstliche Erfindung liebe Schweizer. Ganz sicher sind sich die Experten zwar nicht, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit stammt das Rezept aus einer sogenannten Haushaltungsschule im Kanton Aargau und ist eines der ältesten gedruckten Rezepte überhaupt. Den Schweizern sei dank, dürfen wir uns also seit über 120 Jahren an diesem Kuchenklassiker erfreuen.

Seit seiner Erfindung hat der Rüblikuchen – auch Möhrenkuchen, Karottenkuchen oder englisch Carrot Cake genannt – eine steile Karriere hingelegt. Mittlerweile ist er auf der ganzen Welt beliebt. Auch hier in Deutschland findet man ihn in fast jeder Bäckerauslage. Gerade in der Osterzeit wird er gern mit Marzipanmöhrchen verziert, zu einer imposanten Torte geschichtet oder mit Zuckerguss überzogen. Der Rüblikuchen von damals hat heute viele Gesichter, auch wenn das Original mit wesentlich weniger Schnick Schnack ausgekommen ist. Geschmacklich sind meiner Meinung nach alle Varianten ein echter Hit.

 

Zutaten für Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme

 

Was alles in einem Rüblikuchen drin steckt, ist wohl so ziemlich jedem selbst überlassen und abhängig vom eigenen Geschmack. Essentiell sind natürlich die Möhren. Für mich gibt es allerdings noch weitere Zutaten, die nicht fehlen dürfen – auch nicht in meinen Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme.

 

– Zimt & Muskat machen meine Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme besonders würzig –

 

Was wäre die Welt ohne Gewürze? Wahrscheinlich wäre sie recht fade und farblos. Glücklicherweise wurden Gewürze, wie Pfeffer, Zimt und Anis bereits vor tausenden von Jahren entdeckt und eroberten durch ihr wunderbares Aroma rasch die ganze Welt. Auch in meinen Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme kommen so einige Gewürze zusammen und verleihen den kleinen Küchlein dadurch ein besonders würziges Aroma.

 

Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme

 

Ein wirklich wundervolles und facettenreiches Gewürz ist Muskat. Die Samen des Muskatbaums werden schon lange zum Würzen von Speisen verwendet. Doch was Ihr vielleicht nicht wisst: Muskat ist eigentlich giftig. Doch um Vergiftungserscheinungen hervorzurufen, müsste man schon mehrere Muskatnüsse auf ein mal essen. In Maßen bzw. in der Menge, wie ich ihn für meine Rübli-Cupcakes verwende, tritt eher das Gegenteil ein. Dann nämlich regt Muskat die Verdauung an und wirkt sich sogar positiv auf unsere Stimmung aus.
Doch die Gewürzmischung für meine Rübli-Cupcakes wäre nicht komplett, wenn nicht auch Zimt darin seinen wohlverdienten Platz finden würde.

 

Rübli-Cupcakes

 

– Zimt passt nicht nur in den Advent, sondern auch zur Osterzeit –

 

Das wohl wesentlichste Gewürz für meine Rübli-Cupcakes ist Zimt. Kaum ein Gewürz ist so beliebt und auch ich habe seine Vorzüge schon erkannt. Daher nutze ich Zimt recht häufig und verfeinere mit ihm nicht nur Kuchen, Porridge und süßes Gebäck, sondern auch deftige Gerichte, wie meine Low-Carb Zucchini-Lasagne.
Gewonnen wird Zimt aus der Rinde des Zimtbaumes, der vor allem in Asien angebaut wird. Wusstet Ihr, dass es zwei unterschiedliche Arten von Zimt gibt? Zum einen ist das der Cassia-Zimt, der in Südchina angebaut wird. Er ist weniger hochwertig, schmeckt leicht bissig, ist billiger und daher in der Industrie gern genutzt. Erkennen könnt Ihr ihn nur, wenn Ihr Euren Zimt in Stangenform kauft. Diese sind viel dicker, dunkler und intensiver im Geruch. Für empfindliche Menschen oder Kleinkinder kann der Genuss dieser Zimtart jedoch gefährlich werden, da er reich an Cumarin ist. Dieser Aromastoff verursacht in größeren Mengen Kopfschmerzen, Übelkeit und kann im schlimmsten Fall die Leber schädigen.

 

zimtstangen

 

Auf der sicheren Seite seid Ihr mit dem Ceylon-Zimt. Dieser stammt aus Sri Lanka und enthält im Gegensatz zum Cassia-Zimt sehr wenig Cumarin. Charakteristisch für den Ceylon-Zimt ist der feine Geschmack. Weiterhin könnt Ihr ihn anhand der Stange erkennen. Diese setzt sich aus vielen einzelnen Lagen der Rinde zusammen.

Bei Zimt solltet Ihr also eher auf ein hochwertigeres Produkt zurückgreifen, gerade wenn Ihr so ein großer Zimtfan seid wie ich. Dann geht auch bei meinen Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme garantiert nichts schief.

 

Viel Spaß und carry on cooking!

 

P.S.: Wie gefällt Euch mein Rezept? Habt Ihr auch ein paar Zutaten, die unbedingt in einen Rüblikuchen müssen? Ich freue mich auf Eure Kommentare!

 

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Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme
Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme
Vorbereitung 40 Minuten
Kochzeit 30 Minuten
Wartezeit 60 Minuten
Portionen
Cupcakes
Zutaten
Rübli-Cupcakes
Frischkäsecreme
Vorbereitung 40 Minuten
Kochzeit 30 Minuten
Wartezeit 60 Minuten
Portionen
Cupcakes
Zutaten
Rübli-Cupcakes
Frischkäsecreme
Rübli-Cupcakes mit Frischkäsecreme
Anleitungen
  1. Den Backofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen und ein Muffinblech mit 12 Muffinförmchen bestücken.
  2. Die Möhren schälen, das Grün entfernen (evtl. für die Dekoration aufbewahren) und die Möhren mithilfe einer Küchenreibe oder der Küchenmaschine fein reiben. Die Bananen schälen und mit einer Gabel o. Ä. zerdrücken.
  3. Das Weizenmehl, das Backpulver, den Zimt, den Ingwer und das Muskat in einer Schüssel vermengen. Die Walnüsse grob hacken und beiseitestellen.
  4. Die Eier aufschlagen und mit der Prise Salz mindestens 5 Minuten schaumig schlagen, sodass sich ihr Volumen verdoppelt. Den Zucker, etwas Zitronenabrieb sowie das Pflanzenöl hinzugeben und eine weitere Minute rühren. Die geraspelten Möhren sowie die zerdrückte Banane gründlich untermischen.
  5. Die trockenen Zutaten zu den feuchten geben und leicht unterheben, sodass ein gleichmäßiger Teig entsteht. Zum Abschluss die gehackten Walnüsse unterheben.
  6. Den Teig auf die 12 Muffinförmchen verteilen und für ca. 30 Minuten backen. Wenn Ihr nicht sicher seid, ob der Teig durchgebacken ist, stecht einfach mit einem Holzstäbchen hinein. Bleibt beim Herausziehen kein Teig am Stäbchen kleben, sind die Cupcakes fertig.
  7. Sobald die Cupcakes fertig sind, das Blech aus dem Ofen nehmen, die Cupcakes herausholen und auf einem Gitter oder Rost vollständig abkühlen lassen.
  8. In der Zwischenzeit die Frischkäsecreme vorbereiten. Dafür die weiche Butter (nicht geschmolzen) mit dem Puderzucker verrühren. Sobald sich die Zutaten etwas verbunden haben und cremig werden, den Frischkäse sowie den Zitronensaft und das Vanillearoma hinzugeben (nicht zu lange rühren). Die Frischkäsecreme kühl stellen.
  9. Sobald die Cupcakes vollständig abgekühlt sind, könnt Ihr sie mit der Frischkäsecreme dekorieren. Dafür einen Spritzbeutel oder alternativ einen Gefrierbeutel (Ecke abschneiden) mit der Creme füllen, diese auf die Cupcakes spritzen und nach Wunsch mit dem »Möhrenkopf« verzieren. Fertig!
Rezept Hinweise

Nährwerte pro Cupcake (circa):

Kalorien | 334 kcal
Kohlenhydrate | 43 g
Eiweiß | 5 g
Fett | 16 g

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